Schlüssel zur Geschlechtergerechtigkeit oder versteckte Herdprämie?
Das BGE an sich mit Fokus auf seine möglichen Auswirkungen auf Frauen

Ein BGE ist keine Utopie und kein Nischenthema mehr, sondern wird breit diskutiert. In mehreren Ländern beschäftigen sich bestehende Organisationen, neu gegründete Initiativen, Stakeholder aus Politik, Wirtschaft, Sozialforschung und AktivistInnen damit, wie es finanziert, der Zugang geregelt und wie es implementiert werden könnte.

Wir wollen an diesem Abend die wesentlichen Eckdaten dazu liefern - uns vor allem jedoch der Frage zuwenden, was ein BGE für die Lebenschancen und die wirtschaftliche Situation von Frauen bedeuten kann. Liefert es die Chancengleichheit, die wir so dringend wünschen?

Datum: Donnerstag, 13. Februar 2020

Ort: Cafe Museum, Operngasse 7, 1010 Wien

Kulinarik: Konsumationen auf eigene Rechnung

Teilnahme: Offen für Gäste und Interessentinnen

Agenda:

18.30 Members only - News update und internes Get together
19:30 Gäste willkommen
Kurzvorstellung des Netzwerks, der Diskutantinnen und Anwesenden
19.50-21.00 Diskussion
21.00-21.30: Questions & Answers
21.30: Networking & Ausklang

Vorherige Anmeldung bitte unbedingt erforderlich, Registrierung auf dieser Website!

Bei Verhinderung E-Mail mit Betreff „Abmeldung“ an ewmd.social@gmail.com

Details

Kann ein BGE gleiches Recht, gleiche Bedingungen und gleichen Zugang für alle zu gesellschaftlicher Teilhabe garantieren? Kann gerade der Gender Wealth Gap und der Gender Pensions-Gap damit gemildert oder ausgehebelt werden?
Oder ist es eine besonders perfide Strategie, um Frauen aus dem Arbeitmarkt hinauszudrängen?

Natürlich wird es letztlich immer von der Ausgestaltung und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen abhängen - doch wir sollten wissen, wo die Fallstricke liegen und was insbesondere angesichts der herrschenden Pay Gaps und ungleichen Verteilung von Arbeit zu bedenken ist.

Welche Gruppen von Frauen hätten etwas zu verlieren - welche profitieren? Mit welchen anderen Zielen von Frauenpolitik gibt es Synergien oder spießt es sich?

Roswitha Minardi und Elisabeth Dreer beleuchten mögliche Szenarien, argumentieren aus ihren Blickwinkeln und werfen einen kritisch-wohlwollend-prüfenden Blick auf die Auswirkungen, die ein BGE für Frauen haben könnte.

Die - hoffentlich lebendige und kontroverse - Diskussion wird von Susanne Schwanzer, Wiener EWMD-Chaptervorsitzende, moderiert.
Wir hoffen auf zahlreiche, aktive Teilnahme und viele Fragen von eurer Seite!

Die Diskutantinnen

Dr. Elisabeth Dreer, MSc

Elisabeth Dreer

Jahrgang 1965, studierte zwischen 1985 und 1990 Volkswirtschaftslehre an der Johannes-Kepler-Universität Linz und promovierte 1995 an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. 2001 absolvierte sie einen postgradualen Lehrgang in Business Administration mit Schwerpunkt Banking & Finance an der Donau-Universität Krems und der University of British Columbia in Vancouver. Sie arbeitete als Universitätsassistentin an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt und anschließend am Forschungsinstitut für Bankwesen an der Johannes-Kepler-Universität Linz, wo sie zahlreiche Studien gemeinsam mit em. Univ. Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Friedrich Schneider verfasste.

Roswitha Minardi

Roswitha Minardi

Nach über 20 Jahren in international tätigen Produktionsunternehmen im Bereich Marketing und Customer Service machte sie sich 2019 als systemische organisationsentwicklerin selbstständig. Seit 2016 intensive Auseinandersetzung mit der idee des bedingungslosen Grundeinkommens, im besonderen mit den Chancen und Risiken, die ein BG für Frauen in wirtschaftlicher, gesellschaftlicher und persönlicher Hinsicht beinhaltet. Sie ist Gründungsmitglied des Vereins zur "Förderung der Idee des Grundeinkommens" und EWMD-Chaptervorsitzende Linz.

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